In Australien und Neuseeland war ich permanent mit Buchten und Stränden konfrontiert – deshalb lasse ich den Süden Thailands mit seinen vielzähligen Inseln und Sandstränden vorerst einmal sein. Im Norden Thailands, so war meine Hoffnung, sollte ich auch auf etwas weniger Touristen treffen  – was aber leider ein Trugschluss war.

Chiang Mai ist eine größere Stadt ungefähr 7 Autostunden nördlich von Bangkok entfernt. Es sollte für mich der ideale Ausgangspunkt für Ausflüge in die Bergregion, ins Grenzgebiet zu Myanmar und Laos sein. Auch Chiang Mai ist von Touristen überlaufen, trotzdem ist es um einiges ruhiger als in Bangkok. Auch hier gibt es unzählige Wat’s – also buddhistische Tempelanlagen die sich versteckt über die gesamte Stadt verteilen und weniger überlaufen sind, als jene in der Hauptstadt.

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Ich koche sehr gerne für mich und wenn ich am Herd stehe, kommt meist etwas asiatisches dabei raus. Großes Interesse galt neben der indischen schon immer auch der thailändischen Küche, also wurde es an der Zeit, einen Kochkurs vor Ort in Angriff zu nehmen.

Die Auswahl der Kochschule war mir wirklich gelungen – gemeinsam mit 10 Amerikanern durften ich von einer wirklich hervorragenden Köchin lernen. Das wichtigste sind natürlich die Zutaten – d.h. zuerst besuchten wir den lokalen Markt, danach stand Kräuterkunde im eigenen Garten am Programm. Das Kochen selbst war eine Wohltat – 8 unterschiedliche Gerichte wurden von jedem selbst zubereitet und natürlich auch gegessen. Jedes einzelne war perfekt gelungen – ich wusste zuvor nicht, dass ich so gut kochen kann.

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Mit einem ausgeliehenen Motorrad ging’s in die Berge, durch die Wälder des Nordens. Die Straßen sind hervorragend ausgebaut, selbst wenn man ganz entlegene Seitenstraßen wählt. Da kann es dann aber passieren, dass man Elefanten als Verkehrsteilnehmer antrifft.

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Eher per Zufall bin ich auch an einer Schlangenfarm vorbeigekommen, die Show durfte ich mir natürlich nicht entgehen lassen. Vor allem die Vorstellung mit den giftigen Kobras war ziemlich beeindruckend. Ich hatte so etwas ähnliches schon in Nepal und Indien gesehen – dort werden aber den Schlagen meist zuvor  die Giftzähne gezogen, was nach 4 – 6 Wochen den Tod des Tieres bedeutet. Als Beweis für vorhandenen Giftzähne und die Giftigkeit der Tiere, wurden sie am Ende der Vorstellung „gemolken“, d.h. es wurde ihnen das Gift abgezapft.

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In einem Käfig am Gelände der Schlangenfarm war eine Königskobra ausgestellt. Eher im Spaß habe ich zum Schlangenbeschwörer gesagt, ich möchte sie gerne einmal in die Hand nehmen. Meine Augen wurden ziemlich groß, als er wirklich aufgesperrt hatte und mir deutete, ich solle mit hinein gehen. Der Käfig war ungefähr 2 x 2 Meter, die Schlange ungefähr 4 m Lang und so dick wie mein Unterarm. Ich bin mit hinein gegangen, aber mir war ziemlich mulmig. In so einem kleinen Raum wird solch eine Schlange gleich noch größer. Er hat sie am Kopf angegriffen – ich habe mich dann doch nicht getraut, ihr auf den Kopf zu greifen. Ich habe zwar keine Angst vor Schlangen – aber die ganze Situation war heftig für mich, vor allem weil sie so plötzlich und unverhofft gekommen ist.

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Die Gegend rund um Chiang Mai ist wirklich sehr schön, aber es waren mir doch zu viele Touristen unterwegs. Also beschloss ich, recht rasch nach Laos weiterzufahren. Auf dem Weg zur Grenze kam der Bus am White Tempel vorbei, ein moderner und völlig kitschiger Buddhistischer Tempel, der hauptsächlich von Einheimischen besucht wird.

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Am Abend kam der Bus an der Grenze zu Laos an und ich konnte den ersten Blick über den Mekong ins Nachbarland werfen. Lg bis zum nächsten Mal Heinz

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