Die Seidenstraße

Seit mehr als 5000 Jahren wird einem weit verzweigten Wegenetz zwischen Peking und Rom, zwischen Orient und Okzident Handel uns Wissensvermittlung betrieben. Dabei handelt es sich nicht nur um eine einzige Strasse, sondern um ein Geflecht aus Haupt- und Nebenrouten auf dem die Karawanen neben dem Transport von Waren auch für den Austausch von Kulturen und Religionen sorgten. Mit ihren Verästelungen in Zentralasien, ihren Wegen nach Indien und Japan dürfte die Gesamtlänge der Seidenpfade weit mehr als 20.000 Kilometer betragen haben.

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Neben der Seide, Chinas wichtigstem Exportgut bis ins 10. Jahrhundert, wurden auch Jade, Teppiche, Tee oder Rhabarber gen Westen transportiert. In umgekehrter Richtung zogen Karawanen mit Pferden, Schmucksteinen, Korallen oder Goldarbeiten.

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Der Name dieser uralten Handelswege ist entgegen aller Vermutungen noch ziemlich jung. Die Bezeichnung Seidenstrasse tauchte zum ersten Mal 1877 in Berlin auf und ist in der Zwischenzeit so geläufig, dass sie in viele Sprachen – sogar ins Chinesische – übernommen wurde.
Als Vorläufer der Globalisierung ist sie aber nicht Vergangenheit – obwohl gegenwärtig ein Großteil des Warenflusses über die Schifffahrt abgewickelt wird, werden heute die ehemaligen Karawanenwege als asphaltierte Pisten, Pipelines oder Eisenbahntrassen systematisch ausgebaut, um eine neue Achse zwischen den Wirtschaftsräumen Europa und Asien/Indien zu bilden.

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Literatur:

Bruno Baumann: Abenteuer Seidenstrasse: Auf den Spuren alter Karawanenwege, 2007, National Geographic Taschenbuch,
ISBN 3-89405-254-6
Frances Wood: Entlang der Seidenstrasse: Mythos und Geschichte, 2007, Verlag Theiss, ISBN 3-80622-068-9
Ariane Audouin-Dubreuil: Expedition Seidenstrasse, 2003, Frederking & Thaler, ISBN 3-89405-624-X
Tschingis Aitmatow: Kindheit in Kirgisien, 2002, Unionsverlag,
ISBN 3-29320-153-9
Tschingis Aitmatow: Der Schneeleopard, 2002, Unionsverlag,
ISBN 3-29320-427-9
Klaus Pander: Zentralasien, 2007, Dumont Kunst Reiseführer, Dumont Reiseverlag, ISBN 3-77013-680-2
Lonely Planet: Central Asia, 2007, Lonely Planet,
ISBN 1-74104-614-9

Weiterführende Links:

Silkroadfoundation
Wikipedia – Seidenstrasse
Virtuelle Seidenstrasse
GEO Spezial Seidenstrasse
Seidenstrassen-Tour
Seidenstrassen-Blog

Pamir & Pamir Highway

Der Pamir ist ein Hochgebirgsplateau mit einer mttleren Höhe von 3.600 – 4.400m. Das 120.000 Quadratkilometer umfassende Faltengebirge gehört zu den Ländern Kirgisistan, China, Tadschikistan und Afghanistan und verbindet die großen Gebirgszüge des Hindukusch, des Karakorum und des TianShan Gebirges mit dem Hochland von Tibet.

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Der Pamir-Highway ist die Hauptverkehrsstrasse die durch den Pamir führt. Dabei werden eine Reihe von Pässen überquert, die bis zu einer Seehöhe von 5300m ansteigen. Die Hauptroute des Pamir-Hwy’s ist bis auf kurze Unterbrechungen asphaltiert – bei den Nebenrouten handelt es sich vornehmlich um Sandpisten und Geröll-Pfade.

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Die Bewohner dieses rauen und extrem unwirtlichen Gebietes sind durchwegs Nomaden und Viehzüchter, die von Schafen und Yaks in grossen Familienverbänden in ihren Jurten leben.

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