In der Umgebung von Mandalay gibt es einiges zum Anschauen, allerdings sind die Sehenswürdigkeiten so weit voneinander entfernt, dass man dafür ein eigenes Fahrzeug benötigt. Ein Auto zu mieten war für mich in Asien noch nie eine Option, ein Taxi für den ganzen Tag zu teuer also hatte ich guten Grund, wieder mein Lieblingsspielzeug, ein motorisiertes Zweirad zu leihen. Genauer gesagt, einen alten chinesischen Motorroller, weil richtige Motorräder nicht verfügbar waren. Das selbe gilt natürlich auch für den Helm, ein richtiger Kopfschutz so wie man es aus Europa kennt, ist nicht vorhanden. Die Plastikschüssel auf dem Kopf hat eher dekorativen Charakter.

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Das Gefährt war ausreichend motorisiert, also kam man ganz gut voran. Der Verkehr bedarf wie überall in Asien einer gewissen Eingewöhnungsphase, war aber um einiges weniger hektisch als in Vietnam, Kambodscha oder gar Indien.

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Wenn man am frühen Morgen durch die Straßen fährt sind immer wieder Gruppen von jungen Mönchen oder Nonnen zu sehen, die mit metallenen Behältern in der Nähe ihres Klosters durch die Gassen ziehen, um von den gläubigen Buddhisten Essensspenden oder Geld zu sammeln.

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In ganz Myanmar sieht man sehr viele Menschen, die ihr Gesicht mit einer gelben Paste verziert haben. Es handelt sich dabei um Sandelholz, das auf einem Stein mit Wasser zu einem Brei verrieben wird. Diese Mixtur wird aufgetragen, weil es zum einen Mode ist, zusätzlich wird die Haut feucht gehalten und es schützt vor der Sonne.

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Die U-Bein Brücke wurde um etwa 1850 mit Holz aus dem ehemaligen Königspalast in Inwa errichtet und ist damit die älteste und längste Teakholz-Brücke der Welt. Die Brücke ist für die lokale Bevölkerung eine wichtige Verbindung zwischen den Ufern des Taungthaman-Sees und bei Touristen äußerst beliebt. Jede Menge Touristenboote stehen zur Verfügung, um auf den See hinauszufahren und von dort das Bauwerk zu betrachten.

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Hunderte Touristen treffen sich täglich um 10:00 Vormittags im Nahe gelegenen Mahar Ganda Yone Kloster, um ca. 1.200 Mönchen bei der Essensausgabe zuzusehen. Wenn man etwas früher dort ist, kann gemächlich durch die riesige Anlage wandern und die Essenszubereitung beobachtet werden.

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Die Essensausgabe selbst ist ein Spektakel, wo mir ob des Touristenandrangs die Lust am Fotografieren vergangen ist. Ein paar Fotos von den jungen Mönchen, die sich mit ihren Reis-Schüsseln anstellten und weiter gings mit dem Motorrad in Richtung Süden.

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Inwa war zwischen dem 14. und dem frühen 19. Jhdt. die altertümliche Hauptstadt verschiedener birmesischer Königreiche. Nach einem verheerenden Erdbeben im Jahre 1839 wurde die Stadt zur Gänze zerstört und von der Bevölkerung verlassen. Das Königshaus war danach mit dem gesamten Hofstaat ins nahe gelegene Mandalay übersiedelt. Einige Ruinen sind heute noch erhalten und lassen Ansatzweise vom damaligen Glanz erkennen.

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Am Besten erhalten ist das Maha Aungmye Bonzan Kloster, das heute als Ausgrabungsstätte und Museum zu besichtigen ist.

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Auf dem Weg nach Norden, wenn man über die Ava Brücke den Irrawaddy überquert, sieht man das erste Mal so richtig schön den mit Klöstern, Tempeln und Stupas übersäten Sagaing Hill.

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Im August 1988 war hier rund um Sagaing eine Reihe von an sich friedlichen Demonstrationen zu Gange, bei deren Niederschlagung durch das Militär mehr als 300 Zivilisten und Mönche ums Leben kamen.

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Ungefähr 30 Km nördlich von Sagaing Hill befinden sich ebenfalls an den Ufern des Irrawaddy im kleinen Migun eine Reihe von Sehenswürdigkeiten. Tempel, Figuren und Klöster von denen die Meisten beim großen Erdbeben im Jahre 1839 zerstört oder beschädigt wurden.

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Die nächste Destination in Myanmar ist der Inle See.

LG Heinz

 

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