Mit ungefähr 1,6 Millionen Einwohnern ist Mandalay nach Yangon die zweitgrößte Stadt in Myanmar. Mandalay liegt ca. 700 km nördlich von Yangon an den Ufern des Irrawaddy Flusses. Bis zum Jahre 1885 war es die Hauptstadt des birmanischen Königreichs – bis britische Truppen den Königspalast plünderten und den König nach Indien deportierten.

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Die Anreise von Bagan nach Mandalay war angenehm weil kurz. Unser Ziel erreichten wir am Abend nach Sonnenuntergang, das Hotelzimmer hatte ich wie meistens während der Fahrt online gebucht, so konnte mich der Fahrer des Kleinbusses nach der Ankunft direkt davor absetzen. Die Überraschung war groß, als sich das vermeintliche Schnäppchen leider als Irrtum herausgestellt hatte, meinem gebuchten Zimmer wurde ungewollt ein falscher Preis zugeordnet, der Rezeptionist wollte statt der beworbenen 20 USD auf einmal das Doppelte, also 40 USD pro Nacht. Die Lage des Hotels war ein idealer Ausgangspunkt, um zu Fuß die interessanten Sehenswürdigkeiten zu erkunden, eine Klimaanlage ist bei den Temperaturen im März ein unbedingtes Muss – ein eigenes Bad, funktionierendes WLAN und Frühstücksbuffet nice to have.

Ich habe einige Erfahrung mit solchen Irrtümern, vor solchen Situationen war ich schon öfters gestanden. In einigen Teilen Asiens, insbesondere in ländlichen Gegenden Indiens, ist das Kalkül. Dort werden die Preise für Einheimische online gestellt, erscheint dann ein ausländischer Tourist, wird das als Jackpot empfunden. Das Angebot war ein Missverständnis oder das Zimmer wurde leider in der Zwischenzeit irrtümlich vergeben, man hat kein vergleichbares mehr aber man könnte ein anderes zu einem weit höheren Preis anbieten. Wenn man darauf eingeht, bekommt man dann das ursprünglich gebuchte zum höheren Preis. Darauf darf man natürlich nicht eingehen. Nach intensiven Verhandlungen kapiert selbst der dümmste Rezeptionist oder gierigste Hotelbesitzer, dass ein vermietetes Zimmer zum ursprünglichen Preis mehr einbringt als ein leeres. Höchstens es besteht für ihn die Aussicht, das Zimmer noch anderweitig zu vermieten – dann muss man halt die Größe aufbringen und um ein Haus weiterziehen, das verlangt die Selbstachtung.

Hier in Mandalay hatte ich nicht das Gefühl, als würde man versuchen mich über den Tisch zu ziehen. Dieses Missverständnis war Glaubhaft für mich. Der Manager war schnell beigezogen, die Argumentation war völlig anders und trotz der Differenzen glitt die freundliche Atmosphäre nie ab. In der Sache waren wir trotzdem hart, schließlich ließ er einiges nach, ich bezahlte ein wenig mehr – beide waren zufrieden. Es war das erste und wahrscheinlich auch das letzte Mal, dass ich mich auf auf eine nachträgliche Preiserhöhung eingelassen hatte. Ausschlaggebend dafür war sicherlich das freundliche und zuvorkommende Hotelpersonal.

Pagoden und Tempel hatte ich in letzter Zeit genug gesehen, deshalb war ich recht froh, dass ich wieder einmal einen königlichen Palast besuchen konnte.

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Das von einem künstlichen Wassergraben umgebene Areal ist riesengroß, der größte Teil davon ist für die Öffentlichkeit gesperrt und wird vom Militär genutzt, nur der historische Palast und eine Zufahrtsstraße dürfen von Touristen besichtigt werden.

Mandalay war bis 1885 Hauptstadt des Königreichs Birma, das Königspaar hatte von hier aus regiert, bevor britische Truppen eingefallen waren und das Königspaar nach Indien entführten.

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Der Palast ist hauptsächlich aus Holz erbaut und wird von jungen Brautpaaren gerne als Motiv für Hochzeitsfotos genutzt.

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Im Norden der Stadt überragt der Mandalay Hill mit seinen Pagoden das gesamte Einzugsgebiet der Stadt um etwa 200 Höhenmeter.

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Auf dem Weg zum Aufstieg kommt man an einigen Pagoden und Stupas vorbei. Alle sind wunderschön anzusehen und wenn man hineingeht, spürt man eine angenehme Kühle gepaart mit friedlicher Ruhe. Widmungen, Geschichten oder Namen merke ich mir hier in Myanmar schon länger nicht mehr, zu viele dieser Tempel und religiösen Stätten hatte ich in der kurzen Zeit schon besucht.

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Der Aufstieg ist zwischendurch ziemlich steil, die hohen Temperaturen treiben den Schweiß auf die Stirn. Große Teile der Stiegen sind überdacht und bevor man den Gipfel erreicht, sind mehrere größere Tempelanlagen zu passieren.

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Wenn man zu Fuß hinauf geht, trifft man nur einige wenige Menschen die ebenfalls aufsteigen. Um so überraschender es dann am Gipfel,  die Menschenmassen an der größten Pagode zu sehen. Offensichtlich kann man auch über eine Straße bis kurz unter die Tempelanlage auffahren.

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Die Attraktion für Buddhisten aus der ganzen Welt sind die beiden Kobra-Statuen. Für viele bedeutet es Glück, den Tieren etwas Geld ins Maul zu legen und ihnen über den Kopf zu streicheln.

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Gegen Abend, zum Sonnenuntergang lichten sich die Besuchermassen und man hat einen herrlichen Ausblick auf die darunter liegende Stadt.

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LG Heinz

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