Von Singapur aus gings mit dem Bus über die Grenze nach Malaysien an die Ostküste in das ca. 300km weiter nördlich gelegene Cherating. Die Regenzeit war in diesem Teil des Landes noch nicht vollständig vorüber. Menschenleere Strände, geschlossene oder kaum gebuchte Hotels, leere Restaurants vermittelten einen etwas verlassenen, trostlosen Eindruck. Für mich war das aber nicht von so großer Bedeutung, weil seit Singapur plagte  mich eine ausgewachsene Bronchitis, der Wunsch das Zimmer zu verlassen war faktisch nicht gegeben. Bine konnte sich alleine am Strand vergnügen. Das Resümee für mich aus diesen drei Tagen Zimmeraufenthalt war, dass ich das erste Mal drei Tage hintereinander kein Foto geschossen habe und es ziemlich langweilig ist, mit einer schlechten Internetverbindung im Bett zu liegen.

Der weitere Plan, war von der Ostküste an die Westküste in die Hauptstadt Kuala Lumpur zu fahren, danach über die Insel Penang weiter in den Norden fast an die thailändische Grenze bis auf die Insel Langkawi zu reisen, um dort noch einige Tage am Strand unter trockenen sommerlichen Wetterverhältnissen Urlaub zu verbringen. Die Strassen und Fahrzeuge sind selbst für europäische Verhältnisse in Ordnung, also sprach nichts dagegen, diese Tour über mehreren Etappen mit den recht komfortablen Reisebussen hinter uns zu bringen.

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Der Aufenthalt in Kuala Lumpur war kurz – das einzige was ich später über diese Stadt sagen kann ist – ja, ich war auch dort. Im Vergleich zu Singapur fehlt die Qualität und der Glanz, im Vergleich zu den anderen Hauptstädten Süd-Ost-Asiens wie Bangkok, Phnom Penh oder Ho Chi Minh das Leben auf den Straßen und die Authentizität. Das Wahrzeichen der Stadt, die Twin-Towers konnten wir nicht besuchen, da täglich nur eine relativ geringe Anzahl von Leuten auf diese Verbindungsbrücke zwischen den beiden Türmen gelassen werden. Rauf konnten wir auf den Menara Kuala Lumpur, den mit 421m 7. höchsten Fernsehturm der Welt. Zwei Nächte waren ausreichend, um danach weiter nach Georgetown, auf die Insel Penang zu fahren.

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Das Zentrum, die Altstadt von Georgetown spiegelt eindrucksvoll den architektonischen Einfluss der letzten Kolonialherren, den Briten, wider. Malaysien ist neben Indonesien das zweite muslimische Land in der Region. Andere Religionen wie Buddhismus oder Hinduismus sind aber vollständig akzeptiert. Die Bevölkerung ist multikulturell, neben Malayen leben vor allem Chinesen und Inder in Malaysien. Chinatown und Little India liegen unmittelbar nebeneinander, deshalb lässt es sich kaum vermeiden, bei einem Abendspaziergang nicht nur einmal an einer der ausgezeichneten Strassenküchen stehen zu bleiben und ordentlich reinzuhauen.

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Auf Penang kann man sich relativ problemlos ein Motorrad leihen und innerhalb eines Tages die interessantesten Orte der Insel abklappern. Eindrucksvoll war der Ke Lok Si Tempel, ein chinesisch-buddhistischer Tempelkomplex mit einer tollen Aussicht auf Georgetown. Wie im chinesischen Buddhismus so üblich, ist die Aufmachung (für mein Emfinden) sehr kitschig. Für die Gläubigen ist es trotzdem ein spiritueller Ort, wer es bunt mag, fühlt sich dort sicherlich wohl.

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Ganz im Norden, direkt an der thailändischen Grenze liegt Langkawi, eine sehr touristische Urlaubsinsel in der Andamanen See. Auf der Überfahrt mit der Fähre von Georgetown nach Langkawi haben wir Angelika und Wilfried aus Wien kennengelernt, die ebenfalls die restlichen Tage ihres Malaysien-Aufenthaltes dort verbrachten. Gemeinsame Vorlieben für Indisches Essen und kühle Getränke in einer lässigen Strandbar, führten zu angenehmen Abenden in entspannter Atmosphäre. Langkawi ist eine Urlaubsinsel, d.h. die Hauptattraktion ist das Meer und der Strand. Ich selbst habe zwei Mal versucht, im Meer zu schwimmen, wurde dabei aber jedes mal von Quallen genesselt. Worauf es sich mit meiner Lust aufs Meer erledigt hatte.

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Eine weitere Attraktion auf der Insel ist eine Seilbahn auf eine Aussichtsplattform. Der tolle Ausblick entschädigt für die lange Wartezeit, bis man endlich in eine der Gondeln (aus Österreich) kommt. Jedenfalls ein gut besuchtes Ausflugsziel und eine willkommene Abwechslung zu den langen Tagen am Strand.

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Die Zeit verging wie im Flung und während ich mit dem Nachtzug nach Bangkok unterwegs war, flog Bine über Singapur zurück nach Österreich. Das nächste Ziel war Myanmar, also ein Land in dem es mit ursprünglichen Reisen weitergeht.

LG Heinz

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