Manali was calling – from Korzok it has been a 2-day trip crossing 5 high passes to get there. We left at 5:30 am, because we wanted to ride as far as possible this day. The first breathtaking landscape was Tso Kar, a salt lake on the way to Leh-Manali-Highway.

Manali ruft – von Korzok wurde es eine 2-Tagesreise über 5 hohe Pässe. Bereits um 1/2 6 Uhr morgens war Abfahrt, wir wollten an diesem Tag so weit wie möglich kommen. Der erste markante Landstrich war der Tso Kar, ein Salzsee auf dem Weg zum Leh-Manali-Highway.

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After reaching the Highway, we had excellent paved roads for the next 50 km heading south – till we came back in mountain area again. Return travellers on the way from Leh to Manali appeared gradually – the Indian summer holidays are drawing to a close at this season. The high passes along the highway guarantee a magnificent view.

Am Highway angelangt, waren die nächsten 50 Km in Richtung Süden hervorragender Asphalt. Bis es halt wieder in die Berge ging. Der Rückreiseverkehr von Leh nach Manali setzte um diese Jahreszeit schön langsam ein, die indischen Ferien neigen sich dem Ende zu. Die hohen Pässe auf dem Highway garantieren einen herrlichen Ausblick. 

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We’d almost made this 450 km from Korzok to Manali at the same day, but a break-down of Nigel’s bike had cost us 2 hours. It would have been too risky, to ride down the last high-pass in the darkness. Therefore we stopped for an additional night at the foot of Rothang-pass. This allowed us to cross Rothang and its winding roads next morning in day-light. On the highway, we’d met a young German biker the day before – he has been on the same way on his African Twin like us. He came the whole long way from Europe to Ladakh on his motorbike and he wants to get to Australia within the next months. We decided to stay this night together – it wasn’t so easy to find a proper room for 3 persons. But we’ve been lucky – we found one shabby room with „shared bath-room and hot shower“. This shower was nothing else than a big bucket with a self-constructed immersion heater. My two companions tried to take a shower – but both of them got an electric shock. It was an easy decision for me to forego this fun.

Wir hätten es fast am gleichen Tag die 450 Km von Korzok nach Manali geschafft, aber ein Defekt an Nigel’s Motorrad hielt uns ungefähr 2 Stunden auf. Das Risiko, vom letzten Pass in der Dunkelheit runter fahren zu müssen, war zu groß. Deshalb legten wir noch eine Nacht am Fuße des Rothang Passes ein, um erst am nächsten Morgen diesen zu überqueren und die Serpentinen im Tageslicht runter zu fahren. Auf dem Highway hatten wir unterwegs einen jungen Deutschen getroffen, der mit seiner Africa Twin den gleichen Weg hatte wie wir. Er war den ganzen Weg von Deutschland bis hier her gefahren, um irgendwann innerhalb der nächsten Monate nach Australien zu gelangen. Wir entschlossen uns die Nacht gemeinsam zu verbringen – es war nicht so einfach, ein passendes Zimmer zu finden. Schließlich wurde uns eines mit heißer Dusche angeboten. Die Dusche bestand aus einem Kübel mit einem selbst konstruierten Tauchsieder. Meine beiden Begleiter versuchten sich zu duschen – beide fingen einen Stromschlag ab. Darauf hin verzichtete ich auf dieses Vergnügen.

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In the early morning you can observe road-worker on their way to work. They are living in grubby barracks covered with plastic sheets on the river-banks. Most of them are coming from South-India with their families and are doing their work for board, lodging and a small allowance.

Am frühen Morgen konnte man die Straßenarbeiter die an den Ufern des Flusses in ihren Plastik-Planen-Baracken übernachten auf dem Weg zur Arbeit beobachten. Diese Menschen kommen meist aus dem Süden Indiens und arbeiten hier im Straßenbau für Kost und Logis, sowie ein geringes Taschengeld.

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Riding up to Rothang-pass and subsequently coasting down to Manali was a worthy ending after a two month motorbike-tour through the northern states of India with my Kiwi-companion and friend Nigel. A last glance at the high mountain-ranges of the Himalayas – after taking this pictures, he’d just ride downhill.

Die Auffahrt auf den Rothang-Pass und das anschließende ausrollen nach Manali waren ein würdiger Abschluß der zwei-monatigen Motorradtour mit meinem Neuseeländischen Begleiter Nigel durch den Norden Indiens. Ein letzter Blick auf die hohen Berge des Himalayas, ab jetzt geht es für ihn nur mehr bergab.

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The last evening in Manali was very humid and painful – humid on due to lots of beer and painful, because we’ve been watching Austria vs. Hungary at the European Championship finals in France. Such a defeat shakes you to the core. Nigel had to go back to Delhi, because he wanted to catch his flight two days later back home. Because of his experiences during the last weeks, it was no problem for him now, to ride this couple of hundreds kilometers down to Delhi alone. I’d to go back in the mountains, to Leh. I was very lucky having Nigel as travel companion at my first time guiding a Tour. He’s a great guy – our shared experiences made us to real mates. It is intended, to hit the road again together.

The way back to Leh took longer than expected. I was really amazed by this huge motorcade rolling up the serpentines to Rothang. On the motorbike it is possible to overtake continuously – even so, it has in fact lasted longer for about 2 hours to reach the mountain pass.

Der letzte Abend in Manali war feucht und schmerzvoll – feucht wegen der Biere und schmerzvoll, weil wir uns gemeinsam das Fussballspiel  Österreich-Ungarn bei der EM in Frankreich angesehen hatten. Eine solche Niederlage geht durch Mark und Bein. Nigel musste zurück nach Delhi, weil er zwei Tage später seinen Flug in Richtung Heimat erreichen wollte. Durch diese Erfahrungen der letzten Wochen, war es für ihn überhaupt kein Problem, diese paar hundert Kilometer durch die Ebene nördlich von Dehli alleine zu bewältigen. Für mich ging es wieder zurück in die Berge, nach Leh. Ich hatte mit meinem Reisebegleiter auf meiner ersten geführten Tour wirklich Glück. Ein toller Kerl, mit den gemeinsamen Erlebnissen wurde er zu einem richtigen Kumpel. Vereinbart ist, dass er in naher Zukunft wieder eine Tour mit mir fahren wird.

Der Weg zurück nach Leh dauerte wieder einmal länger als gedacht. Ich war wirklich sehr erstaunt, als ich kurz nach dem Verlassen von Manali auf die Wagenkolonne gestoßen bin, die sich im Stop-and-Go die Serpentinen des Rothang-Passes hinauf gewälzt hatte. Mit dem Motorrad kann man eigentlich ständig überholen, es hatte aber trotzdem um zwei Stunden länger gedauert, den Pass zu erreichen.

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The reason for this were lots of Indian day tourists driving up the Rothang-pass road. The most of them wanted to come in contact with snow once in their lifetime. Thousands of people tramped through tiny snow-fields at the top of the pass. The descent to north, to Leh, was thankfully free of any traffic.

Der Grund dafür waren indische Tagestouristen, die von Manali aus zumindest einmal in ihrem Leben mit richtigem Schnee in Berührung kommen wollten. Tausende von Menschen stapften über die wenigen, verbliebenen Schneefelder auf der Passhöhe. Die Abfahrt in Richtung Norden, nach Leh war dann Gott sei Dank frei von jeglichem Verkehr.

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The next obstacles had more far-reaching implications than required – during the ride down from Baralacha La pass broke my carrier. Not just at one position – but totally. Both of my spare cans leaked – before it was possible to decant it, I’d lost the half of my petrol. I could fix the carrier scantily with a rope and some wires in this way, that it was possible to get to Leh on a very slow rate. In the mountain areas between the passes is no chance, to get anything welded.

Das nächste Hindernis war dann schon mit etwas größerer Tragweite – bei der Abfahrt vom Baralacha La Pass war mir mein Gepäckträger gebrochen. Aber nicht nur an einer Stelle sondern ganz. Die beiden Reserve-Kanister mit Benzin schlugen Leck. Bevor ich sie in den Tank umfüllen konnte, hatte ich bereits die Hälfte meines Benzins verloren. Behelfsmäßig konnte ich mit etwas Draht und einem Seil den Träger soweit am Motorrad befestigen, dass ich zumindest in sehr langsamen Tempo nach Leh weiterfahren konnte. In den Bergen zwischen den Pässen gibt es keine Möglichkeit, irgend etwas schweißen zu lassen.

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The last high mountain pass before Leh is also the 2nd highest motor-able pass on Earth. The last kilometers to Leh were intended to be ridden in a relaxed and calm way – I thought at least. Out of the mountains there was a red, fully occupied pick-up driving in front of me. I wanted to overtake this car several times, but the driver didn’t recognize me or he didn’t want to free the road. I’d to stay behind him and to follow very slowly. When we got through a small village, I felt suddenly like in an action scene of an Hollywood Action-movie. The car hit almost unbroken a stone wall on the left, soared straight up and remained lying at the side. Even I stepped into the brakes immediately, it was not possible to avoid the collision. After skidding for 20 m, the impact was hard enough crush the tail light.

Der letzte hohe Pass vor Leh ist gleichzeitig der 2.höchste mit einem Fahrzeug zu überquerende Pass der Erde. Die letzten Kilometer nach Leh sollten jetzt entspannt und ruhig von statten gehen. Dachte ich mir zumindest. Aus den Bergen heraus fuhr ein roter, vollbesetzter Pick-Up. Ich wollte ihn mehrmals überholen, aber entweder er hörte mich nicht oder der Fahrer wollte die Straße nicht frei machen, also entschloss ich mich noch langsamer als sonst hinter ihm nach zu fahren. Als wir durch ein kleines Dorf fuhren war ich plötzlich in einer Action-Szene wie in einem Hollywood-Film. Das Auto fuhr ungebremst nach links in eine Steinmauer, stieg hoch und blieb auf der Seite liegen. Ich trat sofort in die Bremsen, aber trotz einer 20 m langen Schleifspur konnte ich die Kollision nicht mehr zur Gänze verhindern. Der Aufprall war noch heftig genug, um sein Rücklicht zu durchschlagen, Verletzung trug ich keine davon.

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I’d really a bad feeling, because I was the first at the accident site and the people in the car started to scream. But little by little other bikers and cars arrived and joined the situation. With joint efforts we could free them out of their car. The shock was visible at the passenger-faces, but fortunately nobody suffered serious injuries. According to the drivers statement, he was fallen asleep behind the wheel.

Ich hatte ein wirklich ungutes Gefühl, da ich der Erste an der Unfallstelle war und die Leute im Auto zu schreien begannen. Aber nach der Reihe kamen andere Biker und Autos zur Unfallstelle, gemeinsam konnte wir die Verunfallten aus dem Auto befreien. Der Schock stand ihnen in das Gesicht geschrieben, ernste Verletzungen hatte keiner davon getragen. Laut eigenen Angaben war der Fahrer kurz hinter dem Steuer eingenickt.

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With joint efforts it would be attempted to bring the car right back up. It was possible to tilt it sideways, but it fell so bad, that it got stuck on the wall.

Mit gemeinsamen Kräften wurde versucht, das Fahrzeug wieder aufzustellen. Es konnte wieder gekippt werden, leider war es aber so blöd gefallen, dass es zur Hälfte auf der Mauer geparkt wurde.

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Actually the reason to go back to Leh was the upcoming rain season in the lower planes of India. Because of the daily rain showers during the monsoon relaxed rides are not possible. I wanted to stay in Leh for a couple of weeks to complete my photo blog in a calm and decent way. Unfortunately the internet connection was so slow – no way to upload photos or work continuously.

I’d to modify my plan again. It was easy to leave my motorbike with an Indian friend and book a flight back home to Austria. Till the end of monsoon I’ll spend my time at home in Graz. In September/October I’ve to come back to Leh to get my motorbike out of the mountains before winter and snow fall starts again. Monsoon should be over, the rain should not affect my next motorbike-adventures.

Cu Henry

Ich war eigentlich zurück nach Leh gefahren, weil nun im Tiefland von Indien die Regenzeit ins Land zog. Durch die täglichen Regenschauer während des Monsuns war an entspanntes Motorrad-Fahren nicht zu denken. In Leh wollte ich die nächsten Wochen dazu verwenden, endlich mit Ruhe meinen Fotoblog  auf den letzten Stand zu bringen. Leider ist gegenwärtig die Internet-Verbindung in Ladakh so schlecht, dass an ein ruhiges Arbeiten oder hochladen Fotos nicht zu denken war.

Also wieder einmal Planänderung. Mein Motorrad war schnell bei einem sehr guten Bekannten untergestellt und der nächsten Flug nach Österreich gebucht. Bis zum Ende der Regenzeit werde ich jetzt wieder in Graz verbringen, um dann im September/Oktober nach Leh zurück zu kehren und noch vor den einsetzenden Schneefällen des Winters die Berge mit meinem Motorrad in Richtung Osten verlassen. Dann sollte der Monsun ebenfalls zu Ende sein, einer weiteren entspannten Bike-Tour sollte nichts mehr im Wege stehen.

LG Heinz – bis bald!

 

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