The first glance at Nubra Valley was very impressive. To get there, you need a permission – it has to be organised in Leh. The riverbed of Shyok-river cuts deep into the valley and pushes scree and sand down the stream. Most of the few cars and motorbikes coming down at this side of the pass and stop at the first view for taking photos. There is not a trace left of that hundreds of Indian tourists we’d seen one hour ago at the top of the pass. The most of them just went up to the pass to take a photo beside the pass-marking – in order to go back afterwards to Leh as fast as possible. We had not much time left, Nigel’s journey was coming to an end soon. Therefore we’ve spent just one night in a small village along the river in this placid valley.

Der erste Blick auf das Nubra Valley war imposant. Um hierher zu gelangen, benötigt man eine Genehmigung, die man sich in Leh organsisieren kann. Das Flussbett des Shyok-Rivers schneidet sich tief in das Tal und schiebt Geröll und Sand vor sich her. Die wenigen Autos und Motorräder die auf diese Seite des Passes herunterkommen, bleiben bei diesem Anblick vorerst einmal stehen, um die ersten Fotos zu schießen. Von den vielen indischen Touristen direkt auf der Passhöhe sieht man nichts mehr. Die meisten sind nur zum Pass gefahren, um sich dort mit der Passmarkierung auf einem Foto zu verewigen, um anschließend wieder nach Leh zurückzukehren. Wir haben nicht mehr viel Zeit, für Nigel geht schön langsam seine Reise zu Ende. Deshalb verbringen wir nur eine Nacht in einer kleinen Ortschaft entlang des Flusses in diesem beschaulichen Tal.

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As we’ve been searching for a distinct accommodation, we’d to cross a huge waterhole. As always at similar occasions, I could not hold back myself – as soon as there is a water crossing, I’ve to be the first to plunge in. An additional pothole in the waterhole  ensured an electrical breakdown. As later seen, a short circuit in one of my wet horns blew the fuse. As result of bridging the fuse to figure out what happened, we charred the cables.

Auf der Suche nach einer bestimmte Unterkunft in Sumur mussten wir eine Wasserstelle durchqueren. Wie immer konnte ich mich bei solchen Gelegenheiten nicht zurückhalten, wenn es eine Wasserdurchfahrt gibt, bin ich der Erste der rein muß. Ein Schlagloch in der Wasserstelle hatte dazu geführt, dass meine Elektrik ausgefallen war. Wie sich später herausstellte, hatte ein Kurzschluß in den Nass gewordenen Hupen die Sicherung durchgebrannt. Beim Überbrücken der Sicherung um festzustellen, was eigentlich passiert war, sind zusätzlich die Kabel verschmort.

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There was only one way left  – with a simple rope wrapped around my handlebar, the 2nd Studd had to tow me to the next village. If there is anybody who want to copy this technique – please keep in mind: it is extremely dangerous to use tight knots on both motorbikes. This can lead to painful accidents. Just wrap the rope around your handlebar and hold it with your grip. In case of emergency you can release the rope immediately.

Da half nur mehr Abschleppen. Mit einem einfachen Seil um die Lenkstange gewickelt, ließ ich mich vom 2. Studd in den Ort ziehen. Sollte das jemand nachmachen, dann bitte folgendes berücksichtigen: Es ist äußerst gefährlich, wenn die Seile an beiden Motorrädern fix verknotet sind. Das kann zu unangenehmen Unfällen führen. Deshalb empfehle ich, dass der zu Abschleppende das Seil um die Lenkstange wickelt und mit einer Hand am Griff festhält. In dem Fall kann man bei Gefahr das Seil sofort freigeben.

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I got a new fuse and precautionary, we disconnected the horns from the power supply – there was no more reason against our intention, to hit the road again at the next morning. From Nubra Valley we rode towards Pangong Lake, a large lake in the border area of India and China. After taking the last chance to get fuel for the next hundreds of kilometers, we headed eastbound along the river in a region I like best in Ladakh – to Chamtag.

Ich bekam eine neue Sicherung, die Hörner waren vorsichtshalber von der Stromversorgung getrennt und konnte deshalb am nächsten Morgen die Fahrt fortsetzen. Vom Nubra Valley ging’s in Richtung Pangong Lake, einem großen See im Grenzgebiet den sich Indien mit China teilt. Die letzte Gelegenheit für mehrere hundert Kilometer zu tanken wahrgenommen, fuhren wir entlang des Flusses in Richtung Osten in eine Region die mir in ganz Ladakh am Besten gefällt – ins Chamtang.

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During a short break broke my 2nd glasses within two days – it means in this case that my spare specs were broken as well. From now on I’d to clamp my goggles into the helmet while I was riding. When I’ve been taking off the helmet, all that stuff were falling apart again.

There are two different routes on the way to Pangong Lake – a very simple and short one and an exciting, a little bit more difficult one crossing the outstanding Wuri La pass. Of course we’ve chosen Wuri La – this was the first time on this journey, we’d to push the limits of ride-able roads. With this pass we’d also to cross an altitude of 5.300m above sea-level. While approaching we could easily recognize from distance, that we are going to ride into a snow storm. A police patrol in a 4WD Jeep came down the road and wanted us to stop – we’ve been told that the road is closed on due to fresh snow. At first they don’t wanted to let us ride up the road, but after an intensive discussion we could move on. As Austrian you’ve generally a lot of experiences in snow, my expertise in high mountain areas of Europe, South-America and Asia was founding my arguments. This sudden onset of winter would not last very long, the road is not covered with ice below the fresh snow, there is no danger of avalanches and unlike the cars coming down, we’d mounted new tyres with offroad capabilities. It means, despite of 20cm fresh snow we should have enough grip to cross the pass in a save way. Should the snow storm would have been dramatically deteriorated, we would have had enough time to turn back for taking the other route to Pangong Lake. To this arguments nether the police officers nor Nigel couldn’t oppose.

Während einer kurzen Rast ist mir leider die zweite Brille innerhalb von 2 Tagen – also war meine Reservebrille auch kaputt. Während der Fahrt konnte ich sie mir irgendwie behelfsmäßig in den Helm klemmen, sobald ich den Helm abnahm, fiel sie mir wieder auseinander. The first cars turned back because of heavy snow fall.

Es gibt zwei Routen zum Pangong Lake – eine einfache und kürzere oder eine spannende, schwierigere über einen besonderen Pass  – den Wuri La. Wir haben natürlich den Wuri La gewählt und sind dabei das Erste Mal auf dieser an die Grenze des fahrbaren gestoßen. Bei diesem Pass sind ebenfalls so an die 5.300m Seehöhe zu überqueren, während der Annäherung konnte man von weitem erkennen, dass wir in einen Schneesturm fahren werden. Die ersten Autos kehrten um, weil sie auf Grund des Schneefalls nicht mehr weiter konnten. Eine Polizeistreife in ihrem Jeep kam die Straße herab und wollte uns aufhalten, weil die Passstraße wegen des Neuschnees gesperrt sei. Zuerst wollten sie uns nicht weiterfahren lassen, aber nach eine etwas 10-minütigen Diskussion konnten wir unsere Fahrt in das Weiß fortsetzen. Als Österreicher hat man generell einige Erfahrung mit Schnee, die Bergerfahrung in den Hochgebirgsregionen Europas, Asiens und Südamerikas unterstützte mich in meiner Argumentation. Dieser Wettereinbruch sei nicht von langer Dauer, unter dem Neuschnee liegt kein Eis, es gibt keine Lawinengefahr und im Gegensatz zu den Fahrzeugen, die den Berg runter kamen hatten wir neue Reifen mit Offroad-Profil – d.h. ausreichend Grip im Schnee sollte soweit vorhanden sein, dass wir langsam  aber sicher trotz vielleicht 20 cm Neuschnee den Pass überqueren könnten. Sollte sich der Schneesturm dramatisch verschlechtern, hätte wir immer noch genug Zeit, umzudrehen und die andere Route als Option nach Pangong. Dem konnten sich die Polizisten und auch Nigel nicht widersetzen.

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Occasionally Nigel felt slightly queasy because of slippery road conditions and a lack of experiences riding in snow fall. It was the first critical situation during the whole journey. I was able to reassure,  that everything was under control. As the almost closed cloud cover cleared up, his mood shifted and he felt warm all over again. Snow fall stopped and cars coming down from the other side of the pass, provided us a comfortable lane to cross the pass without any further problems.

Zwischendurch war es Nigel etwas mulmig, weil es rutschig war und er bisher keine Erfahrung mit Schneefall und Motorrad-Fahrten im Schnee hatte. Wir waren am ersten kritischen Punkt der gesamten Reise angelangt. Ich konnte ihn soweit beruhigen, es sei alles unter Kontrolle. Als sich nach einiger die Wolkendecke etwas lichtete, wurde ihm wieder sichtlich wärmer ums Herz. Der Schneefall hörte zur Gänze auf, die ersten Fahrzeuge von der anderen Seite des Passes hinterließen uns eine komfortable Fahrspur um selbst wie vorausgesagt problemlos an die andere Seite des Berges zu gelangen.

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This are the Himalayas as I know it. Sudden weather changes on high altitudes are always good for surprises. Hardly half an hour later downhill and the country turned green again – from where we had to climb the next pass.

Das ist Himalaya – so wie ich ihn kenne. Plötzliche Wetterumschwünge in den Höhen sorgen immer für etwas Überraschung. Kaum eine halbe Stunde hinunter und wir waren wieder im Grünen, um vom nächsten Ort wieder auf den nächsten Pass aufzufahren.

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The Chang La pass is about 60m higher than the Wuri La was before. The snow fall turned into a hard snow storm combined with freezing rain. But despite all this adverse weather conditions, my companion was able to tackle the Chang La crossing with brilliance now.

Der Chang La ist nochmals um etwa 60 m höher gelegen, der Schneefall auf diesem Pass war zwischendurch ein richtiger Schneesturm mit Eisregen vermischt. Aber mit dem Erlebnis der vorigen Pass-Überquerung hatte mein Begleiter den Chang La mit Bravour gemeistert.

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The snow storm and frozen rain lasted for about 2 hours. During the descent of Chang La it was me who faced the next problem. The engine started suddenly misfiring again and again – I’d to coast down or sometimes to push the bike. But after reaching warmer lowland, my princess was running like a clockwork again. Obviously happend something in the humid and cold weather conditions, that normally just happens to propeller driven airplanes – the carburetor was frozen.

Der Schnee- und Eisregen hielt für ungefähr 2 Stunden an. Bei der Abfahrt vom Chang La hatte ich große Probleme, der Motor setzte immer wieder plötzlich aus, ich musste rollen lassen oder zwischendurch sogar schieben. Nachdem wir die wärmeren Niederungen erreicht hatten, lief die Prinzessin wieder einwandfrei. Offensichtlich war mir am Pass etwas passiert, was man normalerweise nur bei Propeller-Flugzeugen sieht – der Vergaser war eingefroren.

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On due to a huge number of domestic tourists, we couldn’t find an proper accomodation at Pangong Lake. So we had to spend this night in one of this shabby tents, temporarily pitched around the lake during high season. This loads of people at this – normally – very calm lake, caused us to reduce our stay for just one night.

Am Pangong See war ob der vielen indischen Touristen keine feste Unterkunft zu finden. Deshalb mussten wir in einem der zahlreichen Zelte übernachten, die dort in den Sommermonaten zu mieten sind. Die Menge an Leuten an dem sonst so ruhigen See waren Anlass genug, um unseren Aufenthalt auf ein Minimum zu beschränken.

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The ride along the Indus valley towards the Tso-Moriri Lake was really wonderful. The river had cuttet a deep canyon into the rocks over a long period of time, this narrow gorge with its extraordinary bad roads turned into a real adventure.

Eine traumhafte Fahrt erlebt man entlang des Indus-Tales in Richtung Tso-Moriri. Der Fluss hat sich im Laufe der Zeit tief in den Fels geschnitten, die enge Schlucht mit der außerordentlich schlechten Straße erwies sich als richtiges Abenteuer.

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Approximately on half way of this valley, we had to stop shortly after passing a small village and one of this many Indian Army camps. Because of this bumpy road before, both of our carriers were broken at almost the same time. It was impossible to move on for the next 400 km to reach the next larger village. We’d to turn back to figure out, how we could solve our problem. At first, we’ve been told by the sentry at the army post, that we would have no chance to fix our problems in this area. At the same time, an elderly man in private clothes – a real „Sir“ – came by and this sentry snapped to attention. I was able to involve this man directly into a discussion – it turned out that he was the commander of this army post. 5 minutes and a short call later, we could move our bikes to a maintenance workshop of this camp – we got our carriers welded at the expenses of the Indian Army.

Ungefähr auf halber Strecke durch das Tal, kurz nachdem wir einen kleinen Ort mit einem der vielen Militär-Camps passiert hatten, mussten wir anhalten, da bei uns beiden auf Grund der Rüttel-Strecke die Gepäck-Träger gebrochen waren. So konnten wir die nächsten 400 km bis in den nächsten größeren Ort nicht weiterfahren, also drehten wir um um zu schauen, wie wir hier das Problem lösen konnten. Der Militärposten am Eingangstor des Haupt-Camps teilte uns mir, dass wir hier keine Möglichkeit hätten, hier etwas reparieren zu lassen. In diesem Augenblick passierte ein älterer Herr, ein richtiger „Sir“, in Zivilkleidung den Posten und die Wachsoldaten nahmen Haltung an. Ich hatte ihn sofort in ein Gespräch verwickelt, wie sich herausstellte war er der Kommandant dieser Militärstation. 5 Minuten und einen Anruf später, fuhren wir mit unseren Bikes beim Instandhaltungs-Zug  des Camps ein und konnten unsere Gepäckträger auf Kosten der indischen Armee schweißen lassen.

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Chamtang is a high plain at the eastern bounds of Ladakh, directly at the border to Tibet. Numerous lakes surrounded by high mountains are providing picturesque views for Travellers. This area is also the livelihood of Tibetan nomads and shepherds in summertime, when they are living there with their animals on endless pastures. For biker it is a perfect opportunity, to ride around on a whim amidst this wonderful scenery.  It should be self-evident, that it is necessary to pay close attention not to disturb the wildlife of this region.

Chamtang ist eine Hochebene im Osten Ladakhs, direkt an der Grenze zu Tibet – zahlreiche Seen umgeben von hohen Bergen bieten ein pittoreskes Panorama für Reisende, aber vor allem die Lebensgrundlage für tibetische Nomaden und Hirten, die in den Sommermonaten auf den endlosen Weiden mit ihren Tieren leben. Für Biker ist es die Gelegenheit, in einer traumhaften Szenerie nach Lust und Laune herumzukurven. Aufpassen sollte man allerdings, dass man die Fauna – die Wildtiere – in dieser Region nicht allzu sehr stört.

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I’ve been in Chamtang on my hikes before and got in contact with nomads at that time. The people are very cautious but basically peaceful and friendly. Curiosity – especially of kids – wins over mistrust. Even it is not possible to talk together, it is very easy to get into a non-verbal conversation with them.

Ich bin schon zuvor auf meinen Wanderungen durch die Chamtang – Region mit Nomaden in Kontakt gewesen, die Menschen sind sehr zurückhaltend aber grundsätzlich friedlich und freundlich. Die Neugierde – gerade bei Kindern – obsiegt sehr rasch dem Misstrauen, auch wenn man sich nicht versteht, kommt man non-verbal leicht ins „Gespräch“.

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Nigel has brought a lot packages of colored pencils from New Zealand – here he had the first time the proper opportunity to hand it over to a couple of kids. This was great excitement and joy for all.

Nigel hatte aus Neuseeland Buntstifte mitgebracht und hier das erste Mal die Gelegenheit gehabt, sie an Kinder weiterzugeben. Die Aufregung war groß, die Freude ebenso.

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Tso-Moriri is one of the big lakes in this region – salty water makes it useless as drinking water supply. The more beautiful is this lake embedded by the surrounding landscape. Unfortunately it is not possible to ride around the lake on the motorbike. On foot I’d the pleasure before, to hike along the full length on its shore. The last hill before the small village Korzok is a very spiritual place – it is easily possible to remain there for hours, just to gaze over the lake and this gorgeous landscape.

Der TsoMoriri ist einer der großen Seen in dieser Region, das salzhaltige Brack-Wasser machen ihn als Trinkwasser-Quelle unbrauchbar, um so schöner ist er aber in die Landschaft eingebettet. Leider kann man ihn mit dem Motorrad nicht umrunden, zu Fuß hatte ich schon das Vergnügen, ihn die volle Länge entlang zu marschieren. Der letzte Hügel vor dem Ort Korzok ist ein besonders spirtueller Platz, da kann man schon einmal Stunden verbringen, nur um über den See und die Landschaft zu blicken.

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Our brief attempt, riding up the mountains on one of my former hiking tracks was ending very quickly in one of this remained snowfields. My princess wasn’t able to move forward anymore.

Ein kurzer Versuch, schnell einmal auf einer meiner früheren Wanderrouten die Berge über dem See hinauf zu fahren endete rasch in einem Schneefeld. Da konnte dann meine Prinzessin nicht mehr mit.

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Korzok is the last village before the Chinese border, one night there had to be enough. The way out of the mountains was still far, we’d to be back in Manali, HP within a couple of days.

Eine Nacht in Korzok, dem direkt am See gelegenen, letzten Ort vor der Grenze zu China musste reichen. Der Weg aus den Bergen heraus war noch weit, wir mussten schließlich in ein paar Tagen zurück in Himachal Pradesh, in der Stadt Manali sein.

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LG Heinz

 

 

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