The way towards coast is pretty far. It took us a couple of days to get to this stage on our journey. In Nashik, again a city with more than one million inhabitants, we visited the local Royal Enfield shop for the next necessary oil change. While talking to the mechanics I’d to notice, that my rear Tyre was slightly shifted sidewards. This presumed lack was caused by a twisted swing arm – I’ve been told. However, they’d to fix it too. Nigel wanted to get his bike cleaned after maintenance. I’m not really a big fan of clean bikes on tour, because it takes normally not more than a couple of hours to have it covered with dirt again. My bike-wash turned out as a big mistake. The guy who did it washed it very thoroughly – he injected his water jet with more intense below the tank, than my poor old princess was able to bear. Some of the electrical components conked out – it couldn’t be restarted afterwards again. All of the present mechanics were not able to find the cause for this failure at evening, so we’d to stay for one night in Nashik. Next morning they changed both spark coils and plug connectors and my fragile motor-donkey went in operation again. Instead of INR 1.000 for a simple oil change, I’d to pay three times more now. However, while waiting for my repair we’d at least the chance for a test ride of the brand-new Modell of Royal Enfield  – the Himalaya.

Der Weg an die Küste ist weit und bis wir die nächste, für uns wichtige Station auf unserer Route erreichen sollten, dauerte es ein paar Tage. In der Millionenstadt Nashik suchten wir den örtlichen Royal Enfield Händler auf, um den notwendigen Ölwechsel an unseren Motorrädern durchführen zu lassen. Im Zuge des Gesprächs mit den Mechanikern kam ich drauf, dass mein Hinterrad etwas schief stand. Die vermeintliche Ursache war eine verbogene Schwinge, also sollten die Burschen gleich auch diesen Mangel beseitigen. Nigel wollte nach dem Service sein Motorrad reinigen lassen, ich halte auf so einer Tour zwar nichts von sauberen Motorrädern, weil es in der Regel nicht mehr als 4 – 5 Stunden auf den Straßen dauert, bis sie nach dem Waschen wieder so schmutzig sind wie zuvor. Diese Wäsche sollte sich für mich als Fehler herausstellen, weil der damit betraute Mitarbeiter mit seinem Wasserstrahl so gründlich auf den Motor und unter den Tank gezielt hatte, dass an meinem Bike einige elektrische Bauteile den Geist aufgaben. Nachdem sich meine Prinzessin nach dem Vollbad nicht mehr starten ließ, mussten wir uns ein Hotel suchen, da die Ursache nicht auf Anhieb gefunden werden konnte. Am nächsten Tag wurden dann die Zündspulen und die beiden Kerzenschuhe gewechselt, mein Motor-Esel konnte wieder in Betrieb gehen. Statt der 1.000 INR für den Ölwechsel war ich durch dieses Malheur gleich einmal das 3-fache los. Zumindest hatten wir die Gelegenheit, während des Wartens das nagelneue Modell von Royal Enfield – die Himalaya – Probe zu fahren.

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On the way to Gujarat we’ve seen an odd thing – on a 3-Lane highway grew a big tree on the middle-lane – without prior warning of road user. Trees don’t get cuttet careless, obviously.

Auf dem Weg nach Gujarat ist uns ein besonderes Kuriosum begegnet – auf einer 3-spurigen Autobahn ist auf der mittleren Spur ein Baum gewachsen, ohne Vorwarnung für die Verkehrsteilnehmer natürlich. Bäume werden hier offensichtlich nicht leichtfertig gefällt.

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Our objective were the shipwreck dockyards of Alang in the state of Gujarat. This shipwrecking graveyard is probably one of the biggest on earth. 180 different companies are wrecking international deep-sea vessels along a coastal section of approximately 15km. This part of the shore is private property and normally not open to public. Would you like to enter this area as foreigner or journalist, it is necessary to show a permission of the owners syndicate. This permissions are rarely to get. The last kilometers of the access road to the dockyards is lined by second hand shops – not one tiny piece dismantled of this vessels goes to waste – everything gets recycled.

Unser Ziel sind die Abwrackwerften von Alang im Bundesstaat Gujarat. Dieser Schiffsfriedhof gilt als einer der größten der Erde. Auf einer Länge von ungefähr 15 Kilometern Küste werden von 180 verschiedenen Unternehmen Hochseeschiffe aus aller Welt abgewrackt. Dieser Strandabschnitt ist Privatbesitz und normalerweise für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Möchte man dort als Ausländer oder Journalist hinein, benötigt man die Genehmigung des Eigentümer-Konsortiums. Diese Genehmigungen sind aber kaum zu bekommen. Die letzten Kilometer der Zufahrtsstraße zur Werftanlage sind mit Gebrauchtwarenhändlern gesäumt – nichts was auf den Schiffen demontiert wird, wird weggeworfen, alles wiederverwertet.

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The real problem of Alang are unsafe working conditions. Approximately 35.000 workers  are occupied with dismantling and scrapping supertankers, ferries and container vessels. The working conditions are dangerous, industrial safety is a foreign word. Toxic fumes and liquids are causing health- and environmental damages. There is just one small ward for all workers at this shipyard available – serious injuries must be treated in Bhavnagar – a small city 50 km away. One dead worker a day on average is usual, the bodies get cremated directly at the beach, no investigation will be conducted. One more reason refusing access for foreigners and journalists.

Das große Problem sind die unsicheren Arbeitsbedingungen. Ungefähr 35.000 Arbeiter sind mit dem zerlegen und verschrotten der Supertanker, Fähr- und Containerschiffe beschäftigt. Die Arbeitsbedingungen sind gefährlich, Arbeitsschutz ein Fremdwort. Gefährliche Dämpfe und Flüssigkeiten lösen Gesundheits- und Umweltschäden aus. In dieser Werftanlage gibt es für alle Arbeiter nur eine Krankenstation – ernste Verletzungen müssen im Krankenhaus im 50 km entfernten Bhavnagar behandelt werden. Ein Toter pro Tag ist gewöhnlich, die Leichen werden ohne genauere Untersuchung der Ursachen direkt am Strand verbrannt. Dies hatte in den letzten Jahren in der internationalen Presse für erheblich negative Schlagzeilen gesorgt. Ein Grund mehr, keine Ausländer auf das Gelände zu lassen.

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We’ve been very lucky – between the control post at the main gate of the shipyards and my bike was a truck waiting for entry, so we could sneak by the guards behind this truck to get in. It was really a thrilling moment – directly at the first open gate at one of this shipyards we stopped and moved in. I suppose the doorman at this gate was thinking, everything would be correct because we were able to pass the main gate. When Nigel was having conversation with them, I was able to move in and take some photos.

Wir hatten Glück. Am Einfahrtstor zu den Werften stand zwischen dem Kontrollposten und mir ein LKW. So konnten wir am LKW und damit am Checkpost unerkannt vorbeifahren und in das Innere der Anlage vordringen. Es war richtig spannend. Gleich bei der ersten Werft, bei der die Tore nach außen geöffnet sind waren wir stehengeblieben und sind hinein gegangen. Die Security dachte sich wohl, nachdem wir am Haupttor vorbei sind, wird schon alles seine Richtigkeit haben. Nigel hat sie zusätzlich mit ihnen unterhalten, sie etwas abgelenkt. So konnte ich einige Fotos schießen.

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To dismantle a medium size vessel takes about 3 to 4 month – to wreck a supertanker or a big container vessel it takes approximately 9 month. At the middle of this shipyard section was a fire station – there I wanted to get in, because from the top of the observation tower we should have a perfect overview. This turned out to be a mistake. The chief of the fire station got fairly angry on due to our missing permission. He wanted to take us in custody – his affected behavior wasn’t really impressive so we went back to our bikes. To show us, how serious our situation would be he remained in front of my bike. To show him my conviction to go, I moved off  and he had to jump beside. Nigel was following immediately – the first danger of getting the photos deleted was warded off.

Ein mittelgroßes Schiff zu demontieren dauert zwischen 3 und 4 Monate – um einen Supertanker oder ein großes Containerschiff abzuwracken benötigen die Arbeiter ungefähr 9 Monate. Ich hatte ungefähr in der Mitte der Anlage eine Feuerwehrstation gesehen. Dort wollte ich hin, weil vom Aussichtsturm sollte man einen tollten Überblick auf das gesamte Gelände bekommen. Dies stellte sich leider als großer Fehler heraus – der Feuerwehrhäuptling war ziemlich böse, weil wir ihm unsere Einfahrtsgenehmigung nicht vorweisen konnten. Er wollte uns festhalten und an der Weiterfahrt hindern. Mich hatte sein Gehabe wenig imponiert und wir sind halt wieder zu unseren Motorrädern gegangen. Um uns zu zeigen wie Ernst die Lage ist, hatte er sich vor mein Motorrad gestellt. Um ihm zu Zeigen wie Ernst ich es mit der Weiterfahrt meine, fuhr ich einfach los und er musste etwas hastig zur Seite springen. Nigel ist mir Gottseidank sofort gefolgt. Damit war zumindest die erste Gefahr, die Fotos wieder löschen zu müssen, abgewendet.

 

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As we were out of sight I stopped to change the memory card of my camera. Should we get stopped again, we could show them that there are no photos taken – I neither wanted to lose my memory card nor get my camera damaged.

And so it happened – while searching for an other exit than the main gate we were stopped by a crowd of men. Everybody was looking fairly serious before they started their questioning. Where do you come from, how did you get in and what do you want here – and so on, the fully program. At home I’m always accused by my girlfriend, that I’m able to act very stupidly – if there is something I don’t want to do. This men can tell you a thing or two about it. I’d no idea of anything and – No, I don’t let my camera out of my hands. 10 minutes of heated discussions – but they did’t take us in custody. We got instructed that we shouldn’t show up there anymore and were urged to leave the shipyards at the next door immediately. Nigel was able to take a selfie with the grumpy chief of this pack.

Als wir außer Blick waren, blieb ich sofort stehen um meine Speicherkarten zu wechseln. Sollten sie uns wirklich noch aufhalten, so konnte ich zumindest zeigen. dass wir keine Fotos gemacht hatten. Ich wollte weder die Speicherkarten verlieren noch die Kamera beschädigen lassen.

Dem war dann auch so. Auf der Suche nach einer anderen Ausfahrt wurden wir bereits von einem Pulk von Männern erwartet. Alle blickten ziemlich ernst und nachdem ich stehengeblieben war sofort eine intensive Befragung angesagt. Wo kommen wir her, wie sind wir hier reingekommen, was wollen wir überhaupt hier – und so weiter. Meine Freundin behauptet von mir, ich kann mich ziemlich blöd stellen, wenn ich etwas nicht will. Die Männer dort könnten nun ein Lied davon singen. Ich hatte keine Ahnung von Nichts und Nein, meine Kamera gebe ich nicht aus den Händen. 10 Minuten hitzige Diskussion, wir wurden nicht verhaftet dafür aber belehrt, dass wir uns hier nicht mehr blicken lassen sollten und wir konnten über eine hintere Ausfahrt das Gelände unbeschadet. Nigel gelang es, ein Selfie mit dem „Chef“ der Meute zu schießen.

 

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The first slightly thrill on our journey.

Cu Henry

Das erste Mal ein wenig Aufregung auf der Tour.

LG Heinz

 

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