During the Vietnam War the supply for the North Vietnamese troops was conducted on rough terrain along the border to Laos and Cambodia. These trails and mud roads – known as Ho Chi Minh Path – have been expanded over the years and are now a normal road from South to North.

My next destination will be the National Park Phong Nha about 400 km north-west of Hue. First, it is to head 60 km to the west before you can turn right for taking Ho Chi Minh Trail in direction to north. On this route you pass well known places of past battles – as for example the „Hamburger Hill“ or Khe Sanh. The name Hamburger Hill has nothing to do with the North German city of Hamburg, but is based on the fast food which is extremely popular in the USA. The battles around this – at the end insignificant hillside were on both sides so horrifying, that the soldiers were literally minced. This hill is a bit off the road – to get there it is necessary to apply for a permission from the local authority – including an obligate guide. The reason for this is, that the Ho Chi Minh Trail was littered with millions of tons of bombs and mines during the war, like Laos and Cambodia too. It is estimated that about 30% of these have not yet exploded – about 3.5 million mines and 800,000 tonnes of duds are still hidden under the ground. Any differ from designated paths is still life-threatening. Since the end of the war in 1975, 150,000 people were seriously injured in Vietnam till 2007 – 45,000 of them deadly. Even today, accidents happen with explosive devices on a daily base.

Entlang der Grenze zu Laos und Kambodscha wurde während des Vietnam-Krieges der Nachschub durch unwegsames Gelände für die Nord-vietnamesischen Truppen organisiert. Diese als Ho Chi Minh Pfad bekannten Wege und Lehmpisten wurden seither ausgebaut und sind in der Zwischenzeit als ganz normale Straße zu befahren.

Mein nächstes Ziel ist der Nationalpark Phong Nha ungefähr 400 km nord-westlich von Hue. Zuerst geht es einmal 60 km nach Westen um danach auf den Ho Chi Minh Trail in Richtung Norden abzubiegen. Auch auf dieser Strecke kommt man an bekannten Orten vergangener Schlachten vorbei – wie z.B. dem Hamburger Hill oder Khe Sanh. Der Name Hamburger Hill hat nichts mit der Norddeutschen Stadt Hamburg zu tun, sondern orientiert sich an dem in den USA außerordentlich beliebten Fast-Food. Die Gefechte um diesen, für beide Seiten am Ende unbedeutenden Hügel waren so entsetzlich, dass die Soldaten sinnbildlich zu Hackfleisch verarbeitet wurden. Dieser Hügel liegt etwas abseits der Straße – um ihn zu besichtigen muß man sich von der lokalen Behörde eine Genehmigung einholen und verpflichtend einen Führer engagieren. Der Grund dafür liegt darin, dass der Ho Chi Minh Pfad während des Krieges – gleich wie Laos und Kambodscha – mit Millionen von Tonnen Bomben und Minen übersät wurde. Schätzungen zufolge sind bisher ungefähr 30% davon noch nicht explodiert – etwa 3,5 Mio Minen und 800 000 Tonnen Blindgänger liegen speziell in diesen Gebieten unter der Erde. Jedes abweichen gekennzeichneter Pfade ist noch immer lebensgefährlich. Seit Ende des Krieges 1975 wurden bis zum Jahre 2007 alleine in Vietnam 150.000 Menschen schwer verletzt – 45.000 davon Tödlich. Noch heute passieren täglich Unglücksfälle mit Sprengkörpern.

Punctually with the planned departure from Hue, a thunderstorm with heavy rain swept across the city, three hours waiting for the departure meant at the same time to postpone the itinerary for that day and insert at about half of the distance in Khe Sanh an additional stop for that night. In hindsight, this delay has proven to be a huge blessing because the second part of the route was so gorgeous to ride and extraordinary scenic, that I would miss the many stops  I’d time to spend.

After 60 km, reaching the Ho Chi Minh Trail, the traffic drops noticeably. Although this route is the main connecting road to norh on this side of the country, there is hardly any traffic on the road. Only when you get neaclose to villages, the local motorbike traffic is slightly increasing.

Pünktlich mit der morgendlichen Abfahrt von Hue zog ein Gewitter mit Starkregen über die Stadt, drei Stunden auf die Abfahrt warten hieß gleichzeitig, das Etappenziel für diesen Tag zu verschieben und nach ungefähr der Hälfte der Strecke in Khe Sanh die Nacht zu verbringen. Im nachhinein hat sich diese Verzögerung als riesen Glück erwiesen, weil der zweite Teil der Strecke war so herrlich zu fahren und Landschaftlich besonders, dass ich die vielen eingelegten Stopps missen würde.

Nach 60 km, wenn man auf dem Ho Chi Minh Trail ist, läßt der Verkehr spürbar nach. Obwohl diese Strecke in Richtung Norden die Hauptverbindungsstraße im Westen ist, befindet sich in dieser Landschaft kaum Verkehr auf der Straße. Nur wenn man in die Nähe eines Dorfes kommt, nimmt das lokale Motorrad-Aufkommen etwas zu.

The place Khe Sanh is good for an overnight stay, but not more. Slightly outside the town towards north lies the former Khe Sanh Airbase – the place where the largest and longest battle of the Vietnam War took place. 6,000 US GI’s were encircled on this airfield directly at the Lao border of about 20,000 Vietkong soldiers for nearly three months under permanent fire. The Americans could only be supplied by air, the aircrafts could not land, the charge had to be thrown off. Apart from a small museum, left old military equipment and a few bunkers there is not much more to be seen today. The country around the devastated land has been afforested with coffee and rubber – there is nothing that indicates what happened here almost 50 years ago and was haunting the world in the international media for month.

Der Ort Khe Sanh taugt nur für eine Übernachtung,  etwas außerhalb auf dem Weg nach Norden liegt aber die ehemalige Khe Sanh Airbase – dem mit der größten und längsten Schlacht des Vietnamkrieges. 6.000 US-Soldaten waren auf diesem Flugfeld an der Laotischen Grenze von 20.000 Vietkong fast drei Monate eingekesselt und unter Dauerbeschuss. Die Amerikaner konnten nur aus der Luft versorgt werden, wobei die Flugzeuge nicht landen konnten sondern die Ladung abwerfen mussten. Außer einem kleinen Museum, ein etwas altem Militär-Equipment und ein paar Bunkern ist heute nicht mehr viel davon zu sehen. Das rund  um verwüstete Land wurde mit Kaffee und Kautschuk aufgeforstet – nichts deutet mehr darauf hin, was hier vor fast 50 Jahren geschah und monatelang durch die internationalen Medien geisterte.

The route to the north runs parallel to the Lao border, where small indigenous minorities live. The border to Laos is open in many sections, it would be easy to turn left somewhere and you would be without check in the other country. I do not know if it was a coincidence, but when I stopped in a village to take a few photos, after 2 minutes a scooter with two civilian officers stopped and told me that I should continue as this is border area.

Der Weg nach Norden verläuft parallel entlang zur Laotischen Grenze vorbei an kleinen Dörfern, in denen indigene Minderheiten leben. Die Grenze nach Laos ist in vielen Abschnitten offen, es wäre ohne weiteres möglich irgendwo links abzubiegen und man wäre ohne Kontrolle im anderen Land. Ich weiß nicht ob es Zufall war, aber als ich in einem Dorf stehen blieb um ein paar Fotos zu schießen, blieb nach 2 Minuten ein Motorroller mit zwei Beamten in Zivil darauf stehen und erklärte mir, ich solle weiterfahren da es sich hier um Grenzgebiet handle.

The Ho Chi Minh Trail between Khe Sanh and Phong Nha is one of the most interesting motorcycle trails I have ever driven. The road is good and traffic does in fact not exist. Over the entire distance of about 230 km, maybe 5 to 6 cars have met me. In the vicinity of settlements its possible to meet rarely locals  on motorbikes. The landscape seems to be unspoiled nature over long stretches, due to the hilly terrain you can often enjoy a magnificent view – only a few places, where peasants slash-and-burn for plantations, disturb the overall impression.

Der Ho Chi Minh Trail zwischen Khe Sanh und Phong Nha gehört mit zu den interessantesten Motorradstrecken die ich bisher gefahren bin. Die Straße ist durchwegs gut, Verkehr de facto nicht vorhanden. Über die gesamte Strecke von ungefähr 230 km  sind mir vielleicht 5 bis 6 Autos entgegengekommen. In der Nähe von Siedlungen trifft man vereinzelt auf lokalen Motorräder. Die Landschaft ist über weite Strecken naturbelassen, auf Grund des hügeligen Geländes kann man sehr oft einen herrlichen Ausblick genießen – einzig wenige Stellen, an denen Brandrodung für Plantagen betrieben wird, stören den Gesamteindruck.

Unfortunately, the most beautiful time is always the fastest – when in the near distance the first karst mountains were visible, I knew it would not take long time through the next stage goal Phong Nha.

Henry

Leider geht die schönste Zeit immer am schnellsten vorbei – als in der nahen Ferne die ersten Karstberge zu erkennen waren, dauerte es nicht mehr lange und Phong Nha war erreicht.

LG Heinz

 

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